Tourismus: Reiseland Deutschland im Aufwind

2017 machten 178 Millionen Reisende, die 459 Millionen Übernachtungen buchten, Urlaub in Deutschland – das ist ein Plus von 4 Prozent gegenüber 2016. Vor zehn Jahren wurden rund 100 Millionen Übernachtungen weniger registriert. Nicht nur Urlaub im eigenen Land ist beliebter geworden, auch die Übernachtungen ausländischer Gäste sind binnen zehn Jahren um mehr als ein Viertel auf fast 84 Millionen gestiegen. Die Hälfte der ausländischen Gäste kommt dabei aus nur sieben Ländern mit den Niederlanden an der Spitze. In der Gruppe der zehn wichtigsten Länder steht mit den USA nur ein nicht-europäisches. China ist inzwischen auf Platz elf vorgerückt; bis 2030 – so die Pläne der Reiseindustrie – soll das Land auf dem siebten Platz rangieren. Schon jetzt ist Deutschland für Chinesen das beliebteste Reiseziel in Europa. Gäste aus dem Reich der Mitte sorgten 2017 für 2,8 Millionen Übernachtungen. Die Zahl chinesischer Reisender wächst um 10 bis 20 Prozent jährlich.

Weiteres Wachstum angestrebt

Vertreter der Reisebranche halten es für möglich, im Jahr 2030 insgesamt 121 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem
Ausland zu erreichen. Als Grund für den bisherigen Boom wird neben der politischen Unsicherheit in einigen klassischen Reiseländern die Attraktivität der Billigflieger genannt, die nicht nur Passagiere aus Deutschland heraus befördern, sondern zugleich auch viele Reisende hierher. Auch sei die Qualität von Angeboten in den vergangenen Jahren hierzulande deutlich gestiegen. Laut Welttourismusorganisation WTTC sorgt die Reisebranche in Deutschland für 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und rangiert damit vor dem Maschinenbau.

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