Start-ups: Viel Geld für Berliner Unternehmen

Deutsche Start-up-Unternehmen konnten 2017 Rekordsummen von Investoren einwerben: Ergebnissen des Start-up-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) zufolge ist der Gesamtwert des Investments von 2,3 auf 4,3 Milliarden Euro geklettert – ein Anstieg um 88 Prozent. Berücksichtigt wurden Unternehmen, deren Gründung höchstens zehn Jahre zurückliegt. Grund für das starke Wachstum waren vor allem einige sehr große Deals mit einem Volumen von jeweils mehr als 100 Millionen Euro, die im Jahr zuvor vollständig gefehlt hatten. EY wertet die Zahl besonders großer Transaktionen als „ein Zeichen für ein großes Investorenvertrauen und ausgereifte Geschäftsmodelle“. Zudem sei aber auch die Finanzierung in der Breite besser geworden, so dass immer mehr deutsche Start-ups frisches Kapital erhalten: Die Zahl der deutschen Wachstumsunternehmen, die eine Finanzierungsrunde abschließen konnten, stieg noch einmal von 442 auf nunmehr 475.

Die fünf größten Finanzierungsrunden in Berlin

Berlin konnte abermals den Titel als Deutschlands Start-up-Hauptstadt verteidigen und seinen Vorsprung sogar ausbauen. Insbesondere beim Finanzierungsvolumen ist die Schere zwischen der Hauptstadt und dem Rest der Republik im vergangenen Jahr noch weiter aufgegangen: 69 Prozent der bundesweit investierten Summe flossen 2017 in Berliner Start-ups; im Vorjahr lag der Anteil Berlins bei 48 Prozent. Und: Die fünf größten Finanzierungsrunden des Jahres gingen durchweg an Berliner Start-ups. Insgesamt erhielten 208 Berliner Start-ups im vergangenen Jahr bei 233 Finanzierungsrunden knapp 3 Milliarden Euro – fast dreimal so viel wie im Vorjahr.

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