Schwarzarbeit in Deutschland rückläufig

Unter Schattenwirtschaft versteht man Schwarzarbeit – also jene Arbeit, die an der Steuer vorbei geleistet und meist bar bezahlt wird und/oder deren Ausführende nicht bei Sozialversicherungen oder Behörden gemeldet sind. Eine besonders betroffene Branche ist die Bauwirtschaft, aber auch in der Gastronomie und im privaten Haushalt ist dieses Phänomen nicht unbekannt. Die gute Nachricht: Die Schwarzarbeit in Deutschland ist auch im vergangenen Jahr zurückgegangen – dies zumindest haben Experten des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung und der Johannes Kepler Universität Linz berechnet. Ihrer Prognose zufolge ist die Schattenwirtschaft 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 6 Milliarden Euro oder um ca. 1,8 Prozent gesunken. Das Verhältnis von Schattenwirtschaft zu offizieller Wirtschaft reduziert sich dadurch weiter auf 10,4 Prozent.

Rückgang auch in anderen Staaten

Gut die Hälfte dieses Effekts, so die Experten, gehe auf die günstige wirtschaftliche Situation zurück. Bessere Beschäftigungsmöglichkeiten führten dazu, dass weniger Personen ihre Arbeitskraft in der Schattenwirtschaft anbieten. Etwas geringer sei der Einfluss steuerlicher Entlastungen. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Schattenwirtschaft im Jahr 2017 auch in den meisten anderen OECD-Ländern zurückgegangen ist. Im OECD-Vergleich liegt Deutschland mit der Größe seiner Schattenwirtschaft etwas unterhalb des Durchschnitts. Besonders gering ist das Ausmaß in den USA, der Schweiz, Neuseeland, Österreich und den Niederlanden; deutlich höher hingegen in den südeuropäischen Ländern. Diese Unterschiede seien vor allem durch langfristige Faktoren wie Abgabenbelastung, Arbeitsmarktsituation und Steuermoral bedingt.

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