Deutsche Wirtschaft: Reallöhne steigen weiter

Um satte 2,2 Prozent stieg das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr; dies war der stärkste Zuwachs seit 2011. Da die meisten Experten gegenwärtig keine Risiken für eine konjunkturelle Überhitzung sehen, dürfte es 2018 weiter aufwärts gehen. Das gute wirtschaftliche Umfeld wird mutmaßlich auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben: Allein die Industrie wolle dieses Jahr etliche neue Arbeitsplätze schaffen, wurde aus dem BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) gemeldet. Und nicht nur das: Auch die vielen Beschäftigten profitieren vom Aufschwung. Wie die neue Tarifbilanz der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt, wirkt sich die boomende Wirtschaft positiv auf die Löhne aus.

Inflation mindert Reallohnzuwachs

Den Zahlen der Stiftung zufolge wurden 2017 die Tariflöhne im Durchschnitt um 2,4 Prozent erhöht. Nach Abzug des Anstiegs der Verbraucherpreise von 1,8 Prozent ergibt sich daraus ein realer Aufschlag von 0,6 Prozent. Da die Inflationsrate wieder spürbar höher ist, falle der Reallohnzuwachs 2017 im Vergleich zu den Vorjahren allerdings deutlich geringer aus, vermeldet die Stiftung. Zum Vergleich: In den Jahren 2014 bis 2016 sind die Tariflöhne wegen der sehr niedrigen Inflationsrate real zwischen 1,9 und 2,4 Prozent gestiegen. Auch 2018 könnte unterm Strich ein Plus für die Arbeitnehmer herauskommen – trotz der gestiegenen Teuerung. Darauf deuten die Lohnforderungen der Gewerkschaften hin, die mit zumeist 6 Prozent vergleichsweise hoch liegen.

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