Bücherverkauf: Laden vor Internet

Noch immer werden deutlich mehr Bücher stationär als über das Internet gekauft. Rückläufig ist derweil die Zahl der Käufer von E-Books.

Der sogenannte Sortimentsbuchhandel hat in den vergangenen zehn Jahren einen Umsatzrückgang verzeichnet. Allerdings liegt der Umsatz, der in Ladengeschäften erzielt wird, weiterhin über dem, der im Versandbuchhandel über das Internet erwirtschaftet wird. Wie die Grafik zeigt, setzte der Internethandel mit etwa 1,7 Milliarden Euro für 2016 deutlich weniger um als der stationäre Buchhandel (4,4 Milliarden Euro, ohne Warenhäuser und sonstige Verkaufsstellen). Wie aus den Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hervorgeht, stieg der Gesamtumsatz beider Vertriebslinien zusammen in den vergangenen zehn Jahren nur leicht, von 5,99 auf 6,1 Milliarden Euro. Derweil ist in den ersten drei Quartalen 2017 der Absatz von E-Books am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar um 1,7 Prozent auf 20,5 Millionen E-Books gestiegen, der Umsatz allerdings ging um 4,6 Prozent zurück.

Dieses Minus kommt dadurch zustande, dass sowohl die Zahl der Käufer als auch der durchschnittlich von ihnen bezahlte Preis sinken: Nur noch 3,1 Millionen Menschen – und damit 7,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum – kauften E-Books. Der Anteil von E-Books an den Gesamtumsätzen im Buchmarkt liegt bei 5,4 Prozent (erstes Halbjahr 2017).

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