Bevölkerung: Berlin wächst, Sachsen-Anhalt schrumpft

Entgegen früherer Prognosen wird die deutsche Bevölkerung in den nächsten Jahren zunehmen. Die einzelnen Regionen werden davon aber unterschiedlich betroffen sein.

Der Zuzug von Flüchtlingen und Migranten sowie die gestiegene Geburtenrate haben demografische Konsequenzen: Der Bevölkerungsprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zufolge wird die Bevölkerung in Deutschland bis etwa Mitte der 2020er Jahre deutlich steigen. In den einzelnen Bundesländern fällt die Entwicklung allerdings sehr unterschiedlich aus: Während die Bevölkerung von Sachsen-Anhalt bis 2035 voraussichtlich um fast 11 Prozent zurückgeht, wird Berlin dann 14,5 Prozent mehr Einwohner haben als 2015. Die deutsche Hauptstadt wächst damit innerhalb von 20 Jahren um gut 500.000 Köpfe. Aber auch Metropolen wie Hamburg und München gehören zu den künftigen Bevölkerungsgewinnern.

Bevölkerungseinbußen werden nicht ausgeglichen
Zu den Bundesländern, in denen die Einwohnerzahl weitgehend konstant bleiben dürfte, gehört unter anderem Nordrhein-Westfalen. Das Statistische Bundesamt ging vor kurzem noch von einem Rückgang um 3,4 Prozent aus, nun profitiert das bevölkerungsreichste Land jedoch in besonderem Maße von den Zuwanderern. Mit einer deutlich negativen Bevölkerungsentwicklung muss hingegen neben Sachsen-Anhalt auch Thüringen rechnen. Zwar verlassen mittlerweile nur noch wenige junge Leute diese Bundesländer, der Aderlass der letzten Jahrzehnte wird jedoch nicht durch Zuwanderung ausgeglichen. Zudem zieht es im Osten viele Menschen in die Großstädte.

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