Bei Bildungsausgaben hängt Deutschland hinterher

Im EU-Vergleich ist Deutschland sehr weit davon entfernt, Bildungsland Nummer 1 zu sein, liegen doch die Bildungsausgaben der Bundesrepublik deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Während die EU-Staaten 2015 insgesamt 716 Milliarden Euro oder knapp 5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Bildung ausgaben, lag die Bundesrepublik mit einem Wert von 4,2 Prozent unter den Schlusslichtern in Sachen Bildungsausgaben. 18 der 28 Mitgliedsländer erreichten immerhin
5 Prozent oder mehr. Spitzenreiter waren Dänemark (7,0 Prozent), Schweden (6,5 Prozent) und Belgien (6,4 Prozent). In einer Studie aus dem Vorjahr hatte die OECD bemängelt, dass Deutschland seine Ausgaben für Hochschulen zwar von 2008 bis 2013 um 16 Prozent erhöht habe – allerdings bei einer Steigerung der Studierendenzahlen um 28 Prozent. Während andere Länder obendrein den Andrang an den Universitäten etwa über Studiengebühren finanzieren, lag der Anteil privater Mittel in Deutschland nur bei 14 Prozent und damit im Ländervergleich am unteren Ende der Skala. Der OECD-Schnitt betrug hier 30 Prozent.

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